{"id":4569,"date":"2023-04-06T12:24:08","date_gmt":"2023-04-06T10:24:08","guid":{"rendered":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/?p=4569"},"modified":"2023-04-06T12:24:09","modified_gmt":"2023-04-06T10:24:09","slug":"vor-und-nachttest","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569","title":{"rendered":"Vor- und Nachttest"},"content":{"rendered":"\n<style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-av_one_full-7acc1372e522d1472d3487e02738ae1c\">\n.flex_column.av-av_one_full-7acc1372e522d1472d3487e02738ae1c{\nbackground-color:#22689e;\n}\n<\/style>\n<div  class='flex_column av-av_one_full-7acc1372e522d1472d3487e02738ae1c av_one_full  avia-builder-el-0  el_before_av_hr  avia-builder-el-first  first flex_column_div  '     ><style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-lg4yn83d-a84a7de802d784073d589131cdfd496d\">\n#top .av-special-heading.av-lg4yn83d-a84a7de802d784073d589131cdfd496d{\nmargin:20px 20px 20px 20px;\npadding-bottom:0;\ncolor:#ffffff;\n}\nbody .av-special-heading.av-lg4yn83d-a84a7de802d784073d589131cdfd496d .av-special-heading-tag .heading-char{\nfont-size:25px;\n}\n#top #wrap_all .av-special-heading.av-lg4yn83d-a84a7de802d784073d589131cdfd496d .av-special-heading-tag{\npadding:5px 5px 5px 5px;\n}\n.av-special-heading.av-lg4yn83d-a84a7de802d784073d589131cdfd496d .special-heading-inner-border{\nborder-color:#ffffff;\n}\n.av-special-heading.av-lg4yn83d-a84a7de802d784073d589131cdfd496d .av-subheading{\nfont-size:15px;\n}\n<\/style>\n<div  class='av-special-heading av-lg4yn83d-a84a7de802d784073d589131cdfd496d av-special-heading-h3 custom-color-heading blockquote classic-quote  avia-builder-el-1  avia-builder-el-no-sibling '><h3 class='av-special-heading-tag '  itemprop=\"headline\"  >Vor- und Nachtestwahrsacheinlichkeit<\/h3><div class=\"special-heading-border\"><div class=\"special-heading-inner-border\"><\/div><\/div><\/div><\/div><div  class='hr av-av_hr-91d7ccd583a503147498e120fee2ff9b hr-default  avia-builder-el-2  el_after_av_one_full  el_before_av_textblock '><span class='hr-inner '><span class=\"hr-inner-style\"><\/span><\/span><\/div><\/p>\n<section  class='av_textblock_section av-lg4z0gur-63a66524db7dd55204dbd8b0580c718d '   itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock'  itemprop=\"text\" ><p>Wer bis hierhin durchgehalten und alles verstanden hat, z\u00e4hlt bereits zu den gro\u00dfen Gewinnern. Wer jetzt noch zus\u00e4tzlich wissen will, wann es \u00fcberhaupt sinnvoll ist, einen Test durchzuf\u00fchren, der sollte unbedingt weiterlesen.<\/p>\n<p>Wir dehnen unsere Phantasie \u00fcber den \u201e<i>Korridor der Diagnostik<\/i>\u201c weiter aus und denken uns zwei weitere T\u00fcren hinzu, die linksseitig auf dem Korridor m\u00fcnden. Auf der ersten T\u00fcr steht \u201e<i>Eingang \u2013 Vor- und Nachtestwahrscheinlichkeit<\/i>\u201c und auf der zweiten T\u00fcr \u201e<i>Ausgang \u2013 Vor- und Nachtestwahrscheinlichkeit<\/i>\u201c. An der zweiten T\u00fcr findet sich keine T\u00fcrklinke. Sie scheint nur von innen ge\u00f6ffnet zu werden. Neugierig geworden, \u00f6ffnen wir die erste T\u00fcr und betreten einen Raum, dessen W\u00e4nde mit gro\u00dfen Postern ausgekleidet sind. Auf diesen Postern lesen wir zun\u00e4chst eine Erl\u00e4uterung. Dort steht: <i>\u201eErkennen Sie, wie man im klinischen Alltag diagnostische Verfahren optimal einsetzt und welche Untersuchungsverfahren in der Situation am besten geeignet sind.<\/i>\u201c Daneben findet sich eine Skizze \u00fcber die Anordnung der R\u00e4ume. Wir befinden uns offensichtlich im ersten von drei R\u00e4umen, die jeweils durch eine T\u00fcr miteinander verbunden sind. Die T\u00fcren gehen nur in eine Richtung auf, so dass wir gezwungen sein werden, durch die beiden anderen R\u00e4ume zu gehen, um wieder in unseren Korridor zu gelangen.<\/p>\n<div class=\"ir\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4418 alignright\" src=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Folie37-300x137.png\" alt=\"\" width=\"328\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Folie37-300x137.png 300w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Folie37-768x351.png 768w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Folie37-845x389.png 845w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Folie37-705x323.png 705w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Folie37.png 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 328px) 100vw, 328px\" \/><\/div>\n<p>Der erste Raum ist auf der Skizze mit \u201e<i>Vortestwahrscheinlichkeit<\/i>\u201c beschriftet. Was ist darunter zu verstehen? Eine allgemeine Beschreibung der klinischen Situation steht an der Wand geschrieben: \u201e<i>Wenn \u00c4rzte einem Patienten gegen\u00fcber stehen, dann f\u00fchren sie in der Regel ein orientierendes Gespr\u00e4ch und untersuchen den Patienten. Danach haben sie mindestens eine Vermutung, woran der Patient leidet. Sie ordnen gezielte weitere Untersuchungen an, um die Vermutung zu best\u00e4tigen oder zu widerlegen. Wenn die \u00c4rzte angeben m\u00fcssten, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie ihre Vermutung f\u00fcr wahr halten, dann entspr\u00e4che diese Wahrscheinlichkeit der sogenannten Vortestwahrscheinlichkeit \u2013 eben der Wahrscheinlichkeit der Erkrankung vor dem Test.<\/i>\u201c<\/p>\n<p>Die Vortestwahrscheinlichkeit ist ungef\u00e4hr dasjenige, was wir mit der Pr\u00e4valenz der Erkrankung im vorigen Abschnitt meinten. Wir werden im Folgenden an zwei Szenarien demonstrieren, wie wir die Begriffe \u201e<i>Vor- oder Nachtestwahrscheinlichkeit<\/i>\u201c gewinnbringend einsetzen k\u00f6nnen. Im ersten Szenario ist der Hauptakteur ein 20j\u00e4hriger Mann, der sich in der Rettungsstelle eines Krankenhauses vorstellt. Er klagte seit dem Vorabend \u00fcber \u00dcbelkeit und ein Druckgef\u00fchl um den Nabel. Einige Stunden sp\u00e4ter bemerkte er Schmerzen im rechten Unterbauch, die \u00fcber Stunden zunahmen. Bei der \u00e4rztlichen Untersuchung l\u00e4sst sich im rechten Unterbauch ein starker Druckschmerz ausl\u00f6sen. Der Arzt vermutet aus der Vorgeschichte und Untersuchung eine Blinddarmentz\u00fcndung (Appendizitis). Er ist sicher sehr sicher und gibt die Vortestwahrscheinlichkeit mit 95 Prozent an.<\/p>\n<p>Im zweiten Szenario treffen wir auf eine 20j\u00e4hrige Frau, die seit Wochen immer wieder \u00fcber rechtsseitige ziehende Bauchschmerzen klagte. Nach einer Party nahmen die Schmerzen zu, so dass sie sich jetzt in der Rettungsstelle vorstellt. Bei der \u00e4rztlichen Untersuchung l\u00e4sst sich nur ein geringer Druckschmerz ausl\u00f6sen, wenn relativ stark gedr\u00fcckt wurde. Der sonstige Bauchbefund ist unauff\u00e4llig. Hier ist sich der Arzt nicht sicher. Er vermutet auch hier eine Blinddarmentz\u00fcndung, die wahrscheinlich immer wieder \u201e<i>aufflammt<\/i>\u201c. Auf die Frage, wie sicher der Arzt mit seiner Diagnose ist, gibt er eine Vortestwahrscheinlichkeit von 40 Prozent an.<\/p>\n<div><\/div>\n<div class=\"ir\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-4570\" src=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_1-300x116.png\" alt=\"\" width=\"378\" height=\"146\" srcset=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_1-300x116.png 300w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_1-768x298.png 768w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_1-705x273.png 705w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_1.png 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 378px) 100vw, 378px\" \/>Abb. 21-1 \u00a0 \u00c4ndern der Vortestwahrscheinlichkeit\u00a0durch das Testergebnis<\/div>\n<p>Im ersten Szenario betr\u00e4gt die Vortestwahrscheinlichkeit 95 Prozent und im zweiten nur 40 Prozent. Es stellt sich nun die Frage, ob wir (als \u00c4rzte) weitere Untersuchungen veranlassen sollten und wenn ja, welche? Beginnen wir mit dem \u201e<i>ob wir weitere Untersuchungen veranlassen sollen<\/i>\u201c. Wann halten wir weitere Untersuchungen \u00fcberhaupt f\u00fcr erforderlich, nachdem wir bereits eine Erkrankung mit hoher Wahrscheinlichkeit vermuten? Was versprechen wir uns \u00fcberhaupt von weiteren Untersuchungen? Eigentlich erwarten wir, dass weitere Untersuchungen die Vortestwahrscheinlichkeit relevant ver\u00e4ndern, wie in der Abbildung 21-1 dargestellt. Wenn wir von einer bestimmten Vortestwahrscheinlichkeit ausgehen, dann erwarten wir von einem positiven Testergebnis eine relevante Verschiebung nach rechts und bei einem negativen Testergebnis einen deutlichen Rutsch nach links. Wir w\u00fcrden durch ein positives Ergebnis also deutlich best\u00e4rkt und durch ein negatives Ergebnis verunsichert, so dass wir unsere Diagnose in Frage stellen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Wenn wir uns quasi festgelegt haben, dass der Patient im ersten Szenario an einer Blinddarmentz\u00fcndung leidet, dann geh\u00f6rt er eigentlich sofort operiert. Warum sollten wir weitere Tests veranlassen, wenn wir uns bereits zu 95 Prozent sicher sind? Gibt es einen Test, der unsere Verdachtsdiagnose noch weiter best\u00e4tigen kann, vielleicht sogar auf 100 Prozent? Nein, es gibt keinen Test, der uns eine 100%ige Sicherheit geben w\u00fcrde. Patienten und \u00c4rzte werden immer mit einer gewissen Unsicherheit leben m\u00fcssen. Viele Patienten glauben zwar daran, dass es doch m\u00f6glich sein m\u00fcsse, alle Krankheiten sicher zu diagnostizieren, aber diese Hoffnung ist illusorisch. Dieser naive Glaube trifft sicherlich auf einige fortgeschrittene Krankheiten zu, die der erfahrene Arzt bereits von weitem erkennt, aber nicht f\u00fcr die \u00fcberwiegende Mehrheit der Krankheiten.<\/p>\n<p>Es ist auch kaum m\u00f6glich, unsere Sicherheit von 95 Prozent weiter zu steigern, wie wir bald erkennen werden. In unserer Situation, wenn wir uns schon sehr sicher sind, gibt es eigentlich nur einen Grund, einen weiteren Test vorzunehmen: um die Operation zu vermeiden. Es m\u00fcsste ein Test sein, der unsere 95prozentige Vortestwahrscheinlichkeit auf 50 Prozent senkt und uns damit so verunsichert, dass wir auch \u00fcber andere Diagnosen nachdenken m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Werfen wir einen kurzen Blick auf die Routine im Krankenhaus. Bei dem Verdacht auf eine Blinddarmentz\u00fcndung wird immer das Blut untersucht und die wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen (Leukozyten) gez\u00e4hlt. Da wir uns bereits vor der Blutuntersuchung auf eine Blinddarmentz\u00fcndung festgelegt haben, stellt sich die Frage, bei welchem Laborwert wir unsere Diagnose revidieren w\u00fcrden. Betrachten wir dazu die wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen. Wenn eine Erh\u00f6hung (Leukozytose) vorl\u00e4ge, dann weist das auf eine Entz\u00fcndung hin. Wir w\u00fcrden uns dann zwar best\u00e4tigt f\u00fchlen, aber die Untersuchung w\u00e4re pragmatisch nicht hilfreich gewesen, sondern eher \u00fcberfl\u00fcssig, weil wir ja schon vorher wussten, dass eine Entz\u00fcndung vorliegt. Wie s\u00e4he es bei normalen oder erniedrigten Werten aus? Bei solchen Werten w\u00fcrden wir ebenfalls bei unserer Diagnose bleiben, weil sie Zeichen einer fortgeschrittenen Entz\u00fcndung sein k\u00f6nnen. Egal, welche Ergebnisse wir aus der Blutuntersuchung der wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen erhalten, wir bleiben bei unserer Verdachtsdiagnose. Sollte jemand jetzt die logischen Konsequenzen erkennen, dann k\u00f6nnte er die \u00c4rzte fragen, warum sie in solchen Situationen \u00fcberhaupt diese Blutuntersuchung vornehmen. Wahrscheinlich werden wir darauf keine vern\u00fcnftige Antwort h\u00f6ren, sondern lediglich \u201e<i>das haben wir schon immer so gemacht<\/i>\u201c.<\/p>\n<p>Der tats\u00e4chliche Einfluss des Ergebnisses auf die bereits getroffene Entscheidung wird im \u00e4rztlichen Alltag viel zu wenig beachtet. Eigentlich sollten wir jede angeordnete Untersuchung daraufhin hinterfragen, ob die Ergebnisse, egal wie sie ausfallen, \u00fcberhaupt einen Einfluss auf das weitere Vorgehen haben k\u00f6nnen. Wenn das nicht der Fall ist, dann sollten wir die Notwendigkeit f\u00fcr die Untersuchung sehr kritisch betrachten. Wir k\u00f6nnten dadurch nicht nur Kosten sparen, sondern wir vermeiden dadurch auch die falsch-negativen und falsch-positiven Ergebnisse und ihre Konsequenzen. Mit solchen \u00fcberfl\u00fcssigen Untersuchungen befriedigen wir noch nicht einmal unsere akademische Neugierde, denn sie vermitteln uns keine relevanten neuen Informationen.<\/p>\n<p>In unserem ersten Szenario mit einem eindeutigen Befund und einer relativ sicherer Diagnose ist es eher unwahrscheinlich, dass wir unsere Meinung \u00e4ndern werden. Wir k\u00f6nnten nat\u00fcrlich eine Ultraschalluntersuchung oder Computertomographie veranlassen. Auch hier m\u00fcssen wir uns fragen, bei welchen negativen Befunden uns die Untersuchungen von einer Operation abhalten w\u00fcrden? Wie bereits betont, interessieren nicht die positiven Befunde, denn es d\u00fcrfte doch unwesentlich sein, ob meine Sicherheit 95 oder 99 Prozent betr\u00e4gt \u2013 operiert werden muss der Patient sowieso.<\/p>\n<p>Im zweiten Szenario sind wir von Beginn an unsicher. Hier w\u00fcrden wir uns w\u00fcnschen, dass weitere Untersuchungen unsere angenommene Vortestwahrscheinlichkeit von 40 Prozent entweder auf zehn Prozent oder auf 80 Prozent ver\u00e4ndern, so dass wir uns eindeutig f\u00fcr eine abwartende oder operative Therapie entscheiden k\u00f6nnen. Ob wir weitere Untersuchungen veranlassen, h\u00e4ngt also wesentlich damit zusammen, ob wir einen deutlichen Unterschied nach dem Test erwarten. Die sogenannte Nachtestwahrscheinlichkeit sollte sich von der Vortestwahrscheinlichkeit deutlich, relevant oder signifikant unterscheiden. Wenn wir nach dem Test dieselbe Wahrscheinlichkeit generieren wie vor dem Test, dann w\u00e4re der Test nicht hilfreich. Er mag, wie bereits betont, akademisch interessant sein, aber er ist pragmatisch nutzlos.<\/p>\n<p>Fassen wir noch einmal zusammen. Nachdem wir alle verf\u00fcgbaren Informationen gesammelt und uns orientiert haben, ob ein bestimmter Zustand oder eine bestimmte Krankheit vorliegen k\u00f6nnte, sch\u00e4tzen wir die Wahrscheinlichkeit, dass der Zustand oder die Krankheit besteht. Wir w\u00fcrden nur dann weitere Informationen einholen oder weitere Tests durchf\u00fchren, wenn wir uns davon eine Ver\u00e4nderung der Vortestwahrscheinlichkeit versprechen.<\/p>\n<div class=\"ir\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4447 alignleft\" src=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab21_2-300x139.png\" alt=\"\" width=\"395\" height=\"183\" srcset=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab21_2-300x139.png 300w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab21_2.png 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 395px) 100vw, 395px\" \/><\/p>\n<p class=\"caption\">Tab. 21-1 \u00a0 M\u00f6gliche Testergebnisse\u00a0bei Kranken und Gesunden<\/p>\n<\/div>\n<p>Nachdem wir nun wissen, was wir mit der Vortestwahrscheinlichkeit bewerkstelligen sollen, blicken wir erwartungsvoll auf die T\u00fcr, die uns in den n\u00e4chsten Raum f\u00fchren soll. Die T\u00fcr ist beschriftet mit \u201e<i>Likelihood Ratio<\/i>\u201c (LR). In der englischen Sprache wird zwar zwischen \u201e<i>probability<\/i>\u201c und \u201e<i>likelihood<\/i>\u201c unterschieden, aber beide Begriffe werden hier einfach mit \u201e<i>Wahrscheinlichkeit<\/i>\u201c \u00fcbersetzt. \u201e<i>Ratio<\/i>\u201c k\u00f6nnen wir mit \u201e<i>Verh\u00e4ltnis<\/i>\u201c oder \u201e<i>Quotient<\/i>\u201c \u00fcbersetzen. Wir sprechen also \u00fcber Wahrscheinlichkeitsverh\u00e4ltnisse. Genau genommen gelten diese Verh\u00e4ltnisse immer nur f\u00fcr ein positives oder negatives Testergebnis. Man spricht also genauer \u00fcber die Likelihood Ratio des positiven Tests (LR+) oder des negativen Tests (LR\u2013).<\/p>\n<p>Wir d\u00fcrfen uns auch dieses Mal nicht von diesen Begriffen abschrecken lassen. Mittlerweile haben wir doch gelernt, dass hinter diesen Fachbegriffen immer relativ einfache Konstruktionen stehen. So ist es auch hier. Wenn wir die n\u00e4chsten Abs\u00e4tze nachvollzogen haben, werden wir f\u00fcr alles Weitere gut ger\u00fcstet sein. Betrachten wir zun\u00e4chst die Tabelle 23-1, die wir bereits von fr\u00fcher kennen. Hier werden die Kranken und Gesunden mit den Testergebnissen in Beziehung gesetzt. G\u00fcnstig w\u00e4re zweifelsfrei, wenn wir nur richtig-positive und richtig-negative Ergebnisse h\u00e4tten, aber das ist leider so gut wie nie der Fall. Wir hatten gelernt, dass wir aus der Tabelle die Sensitivit\u00e4t und Spezifit\u00e4t berechnen k\u00f6nnen, indem wir entweder auf die Kranken oder auf die Gesunden schauen. Wir hatten aber auch gesehen, dass uns das im \u00e4rztlichen Alltag wenig hilft, weil wir ja nicht wissen, ob der Patient tats\u00e4chlich krank ist. De facto werden wir mit einem positiven oder negativen Testergebnis konfrontiert und m\u00fcssen daraus auf die Krankheit schlie\u00dfen. Hier helfen uns eigentlich nur die Vorhersagewerte, die sich aber \u00e4ndern, weil sie von der Pr\u00e4valenz\/Vortestwahrscheinlichkeit abh\u00e4ngen. Soweit, so gut. Diese Zusammenh\u00e4nge haben wir bisher diskutiert und sicherlich auch verstanden. Aber was soll nun noch die LR?<\/p>\n<div class=\"ir\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4462 alignleft\" src=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab22_7-300x89.png\" alt=\"\" width=\"411\" height=\"122\" srcset=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab22_7-300x89.png 300w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab22_7-768x227.png 768w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab22_7-705x208.png 705w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab22_7.png 840w\" sizes=\"auto, (max-width: 411px) 100vw, 411px\" \/><\/p>\n<p class=\"caption\">Tab. 21-2 \u00a0 Lungenkrebs bei der\u00a0zweiten Untersuchung unseres Neffen<\/p>\n<\/div>\n<p>Was ist dieses Wahrscheinlichkeitsverh\u00e4ltnis, die Likelihood Ratio? Wie unterscheidet sie sich von den anderen Begriffen? Betrachten wir dazu zun\u00e4chst noch einmal Tabelle 21-2. Aus der Zeile mit den positiven Untersuchungsergebnissen haben wir den Vorhersagewert berechnet. Er betrug 99\/4.099. Die LR+ berechnet sich nicht aus den absoluten Zahlen wie der Vorhersagewert, sondern aus Anteilen. Sie ist ein Verh\u00e4ltnis zwischen zwei Anteilen, die wir berechnen m\u00fcssen. Der erste Anteil ist der der positiv-getesteten Kranken an den Kranken (99\/100). Er entspricht somit der Sensitivit\u00e4t und l\u00e4sst sich in der Spalte der Kranken ablesen. Der zweite Anteil ist der der positiv-getesteten Gesunden an den Gesunden (4.000\/196.000). Er entspricht somit (1-Spezifit\u00e4t) und kann aus der Spalte der Gesunden abgelesen werden. Das Verh\u00e4ltnis zwischen beiden \u201e<i>Sensitivit\u00e4t:(1-Spezifit\u00e4t)<\/i>\u201c ist die gesuchte LR+.<\/p>\n<div class=\"ir\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4465 alignleft\" src=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_3-300x108.png\" alt=\"\" width=\"358\" height=\"129\" srcset=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_3-300x108.png 300w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_3.png 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/p>\n<p class=\"caption\">Tab. 21-3 \u00a0 Lungenkrebs bei der\u00a0zweiten Untersuchung unseres Neffen<\/p>\n<\/div>\n<p>Das mag alle sehr kompliziert klingen, aber es ist sehr wichtig, dass wir den Sinn der LR begreifen. Deshalb werden wir die Tabelle 21-2 so ver\u00e4ndern, dass in ihnen nur noch die Anteile der Spalten stehen. Wir erkennen jetzt aus der Tabelle 21-3 auf einen Blick, dass die Pr\u00e4valenz keine Rolle mehr spielt, weil die Anteile entlang der Spalten wie die Sensitivit\u00e4t und Spezifit\u00e4t berechnet wurden. Die LR+ betr\u00e4gt demnach 0,99:0,02=49,5.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich nat\u00fcrlich auch bei einem negativen Testergebnis. Betrachten wir noch einmal die Tabelle 21-3. Hier setzen wir dem Anteil der Falsch-negativen an den Kranken (1\/100) ins Verh\u00e4ltnis zu dem Anteil der Richtig-negativen an den Gesunden (98\/100). Der erste Anteil entspricht (1-Sensitivit\u00e4t) und der zweite Anteil entspricht der Spezifit\u00e4t. Die Likelihood Ratio f\u00fcr einen negative Test (LR-) berechnet sich demnach aus dem Quotienten <i>\u201e(1-Sensitivit\u00e4t):Spezifit\u00e4t<\/i>\u201c. F\u00fcr ein negatives Ergebnis betr\u00e4gt die LR- 0,1:0,98=0,01.<\/p>\n<div class=\"ir\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4466 alignleft\" src=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_4-300x89.png\" alt=\"\" width=\"351\" height=\"104\" srcset=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_4-300x89.png 300w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_4-768x227.png 768w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_4-705x208.png 705w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_4.png 820w\" sizes=\"auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px\" \/><\/p>\n<p class=\"caption\">Tab. 21-4 \u00a0 \u00dcbung<\/p>\n<\/div>\n<p>\u00dcben wir das an einem anderen Beispiel aus der Tabelle 21-4. Wie hoch ist die LR+? Dazu m\u00fcssen wir f\u00fcr die 180 richtig-positiven Patienten berechnen, wie hoch der Anteil an den Kranken ist. Er betr\u00e4gt 180\/200, also 0,9. Die 900 falsch-positiven Gesunden entsprechen 900\/3000, also 0,3. Die LR+ betr\u00e4gt somit 0,9:0,3=3. Die LR- betr\u00e4gt dagegen 0,1:0,7=0,14.<\/p>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfe der Likelihood Ratio l\u00e4sst uns absch\u00e4tzen, wie viel Mal h\u00e4ufiger eine Erkrankung vorliegt oder nicht, wenn das Ergebnis positiv oder negativ ist. In der Tabelle 21-5 ist zusammengestellt, wie wertvoll eine Untersuchung sein kann, wenn wir allein die LR betrachten. Ist die LR \u00fcber zehn oder unter 0,1 dann ist der Test sicherlich sehr hilfreich. Ist die LR dagegen zwischen 0,5 und 2, dann sollten wir ernsthaft \u00fcberlegen, ob wir nicht auf den Test verzichten.<\/p>\n<p>Jetzt sind wir bestens ausger\u00fcstet, um auf den n\u00e4chsten wissenschaftlichen Kongressen w\u00e4hrend des Vortrages \u00fcber eine diagnostische Methode, die LR auszurechnen. Wir k\u00f6nnen dann sofort \u00fcber die Sinnhaftigkeit des Testes entscheiden. Wird dort von einer Sensitivit\u00e4t von 80 Prozent bei einer Spezifit\u00e4t von 60 Prozent gesprochen, dann betr\u00e4gt die LR+ nur 0,8:0,4=2. Wird die Sensitivit\u00e4t mit 90 Prozent und die Spezifit\u00e4t mit 70 Prozent angegeben, dann betr\u00e4gt die LR+ immerhin 0,9:0,3=3, was immer noch nicht berauschend ist. W\u00fcrde jemand entweder nur die Sensitivit\u00e4t oder nur die Spezifit\u00e4t angeben, dann k\u00f6nnten wir die LR nicht ausrechnen. Das w\u00e4re aber nicht unser Fehler, sondern der Vortragende wird etwas zu verheimlichen haben. Wir hatten bereits vorher gesehen, wie wir diese G\u00fctekriterien manipulieren k\u00f6nnen, wenn wir nur ein Kriterium angeben.<\/p>\n<div class=\"ir\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4467 alignleft\" src=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_5-300x279.png\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"334\" srcset=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_5-300x279.png 300w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_5.png 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><\/p>\n<p class=\"caption\">Tab. 21-5 \u00a0 Ver\u00e4nderung\u00a0der Wahrscheinlichkeit\u00a0einer Erkrankung in Abh\u00e4ngigkeit<br \/>\nvon der Gr\u00f6\u00dfe der Likelihood Ratio<\/p>\n<\/div>\n<p>Betrachten wir ein anderes medizinisches Szenario, um zu demonstrieren, wie n\u00fctzlich die LR in Situationen ist, wo wir die Sensitivit\u00e4t und Spezifit\u00e4t nicht sofort zur Hand haben. Wir vermuten bei einem Patienten mit pl\u00f6tzlicher Luftnot nach einer Operation eine Lungenembolie, d.h. hier hat sich ein Blutgerinnsel festgesetzt, das zu einer lebensbedrohlichen Luftnot f\u00fchren kann. Um die Diagnose zu sichern, veranlassen wir eine Computertomographie. Der Radiologe ruft uns an und teilt uns mit, dass es nicht ganz sicher ist, dass der Patient eine Lungenembolie hat. Er h\u00e4lt sie nur f\u00fcr wahrscheinlich. Was schlie\u00dfen wir daraus? Um aus dieser radiologischen Aussage Konsequenzen abzuleiten, m\u00fcssten wir wissen, wie gut die Computertomographie zur Diagnose der Lungenembolie beitr\u00e4gt. Wir f\u00fchren eine Literaturrecherche durch und sto\u00dfen dabei auf eine aktuelle Untersuchung zu diesem Thema mit der Tabelle 21-6.<\/p>\n<div class=\"ir\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4468 alignleft\" src=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_6-300x135.png\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"162\" srcset=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_6-300x135.png 300w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_6-768x346.png 768w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_6-845x383.png 845w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_6-705x318.png 705w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Stat_Tab23_6.png 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/p>\n<p class=\"caption\">Tab. 21-6 \u00a0 Untersuchungsergebnisse der\u00a0Computertomographie bei Lungenembolien<\/p>\n<\/div>\n<p>Offensichtlich k\u00f6nnen wir hier nicht direkt die Begriffe der Sensitivit\u00e4t und Spezifit\u00e4t anwenden, denn die sind nur f\u00fcr einfache Testverfahren definiert. Deshalb w\u00e4hlen wir ein einfaches alternatives Vorgehen, dass auf dem Konzept der LR beruht. Wir untersuchen die Tabelle zeilenweise daraufhin, wie gut die Computertomographie bei den verschiedenen Differenzierungen zwischen krank und gesund unterscheiden kann. Wir suchen die Likelihood-Ratio f\u00fcr jede einzelne Zeile. Wir setzen in jeder Zeile die einzelnen Anteile ins Verh\u00e4ltnis. In der obersten Zeile erhalten wir 40,5 Prozent der richtig-positiven Kranken zu 2,3 Prozent der falsch-positiven Gesunden. Hier betr\u00e4gt die LR+ 18,3.<\/p>\n<p>Ein sehr gutes Ergebnis. In der zweiten Zeile sind die Ergebnisse f\u00fcr die Aussage \u201e<i>wahrscheinlich<\/i>\u201c aufgelistet, die uns interessieren. Hier stehen 41,8 Prozent der Kranken 34,4 Prozent der Gesunden gegen\u00fcber mit einer LR+ von 1,2. Damit ist die Aussage \u201e<i>wahrscheinlich<\/i>\u201c f\u00fcr uns pragmatisch unbrauchbar. Ebenso verh\u00e4lt es sich mit \u201e<i>unwahrscheinlich<\/i>\u201c, weil hier die LR nur 0,36 betr\u00e4gt. H\u00e4tte der Radiologe den Befund \u201e<i>normal<\/i>\u201c erhoben, dann w\u00e4re uns wieder geholfen, weil damit eine LR von 0,1 verbunden ist. Wie wir an diesem Beispiel erkennen, ist nicht jede Untersuchung auch \u00fcberall gleich aussagekr\u00e4ftig, wenn sie mehrere Klassifizierungen zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Da es nun langsam langweilig in diesem Raum wird, \u00f6ffnen wir die dritte T\u00fcr mit der Aufschrift \u201e<i>Nachtestwahrscheinlichkeit<\/i>\u201c. So richtig neugierig sind wir jetzt nicht mehr und m\u00fcde sind wir auch. Nachdem wir uns mit der Vortestwahrscheinlichkeit vertraut gemacht haben und wissen, wie wir die LR berechnen, k\u00f6nnen wir uns nun der Berechnung der Nachtestwahrscheinlichkeit zuwenden.<\/p>\n<div class=\"ir\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4571 alignleft\" src=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_2-140x300.png\" alt=\"\" width=\"231\" height=\"495\" srcset=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_2-140x300.png 140w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_2-480x1030.png 480w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_2-329x705.png 329w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_2.png 608w\" sizes=\"auto, (max-width: 231px) 100vw, 231px\" \/><\/p>\n<p class=\"caption\">Abb. 21-2 \u00a0 Fagan-Nomogramm<\/p>\n<\/div>\n<p>Daf\u00fcr sind verschiedene Formeln verf\u00fcgbar, die wir gl\u00fccklicherweise alle ignorieren d\u00fcrfen. Einfacher ist n\u00e4mlich der Gebrauch eines Nomogramms, das Fagan bereits 1975 publizierte [Fagan TJ. N Engl J Med 1975;293:2571]. Solch ein Fagan-Nomogramm ist in Abbildung 21-2 dargestellt. Hier suchen wir die Vortestwahrscheinlichkeit auf der linken Seite und die LR in der Mitte auf. Durch beide Punkte ziehen wir eine Gerade, die dann die Nachtestwahrscheinlichkeit auf der rechten Seite schneidet. Wenn wir damit ein wenig \u00fcben, dann werden wir schnell die Aussagekraft der Abbildung 23-2 erkennen. Wenn wir n\u00e4mlich eine LR verwenden, die zwischen 0,5-2 liegt, dann ist das Testverfahren kaum hilfreich. Wir sollten deshalb immer Testverfahren anwenden, die eine sehr hohe oder sehr geringe LR aufweisen.<\/p>\n<div class=\"ir\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4572 alignleft\" src=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_3-300x133.png\" alt=\"\" width=\"402\" height=\"178\" srcset=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_3-300x133.png 300w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_3-768x341.png 768w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_3-705x313.png 705w, http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/abb23_3.png 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><\/p>\n<p class=\"caption\">Abb. 21-3 \u00a0 \u00c4ndern der Vortestwahrscheinlichkeit\u00a0bei unterschiedlichen LRs<\/p>\n<\/div>\n<p>Welche Konsequenzen ziehen wir aus dem Vorhergehenden? Wenn wir uns unsicher sind (Abb. 21-3), dann ben\u00f6tigen wir stark diskriminierende Testverfahren mit einer hohen oder niedrigen LR, damit sich die Nachtestwahrscheinlichkeit relevant ver\u00e4ndert. Untersuchungsverfahren mit einer LR um 1 sind \u00fcberhaupt nicht hilfreich und verschieben unsere Vortestwahrscheinlichkeit kaum. In den meisten Situationen k\u00f6nnen wir auf sie verzichten. Mit den leicht zu berechnenden LR haben wir somit ein Instrument, um die grunds\u00e4tzliche Bedeutung des Testes beurteilen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-4569","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-statistikbuch"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Vor- und Nachttest - Berliner Gelassenheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Vor- und Nachttest - Berliner Gelassenheit\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Berliner Gelassenheit\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2023-04-06T10:24:08+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2023-04-06T10:24:09+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Folie37-300x137.png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Bartholom\u00e4us B\u00f6hm\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Bartholom\u00e4us B\u00f6hm\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"19\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4569#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4569\"},\"author\":{\"name\":\"Bartholom\u00e4us B\u00f6hm\",\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e7bb56a842d02bb40f4663709bf5242d\"},\"headline\":\"Vor- und Nachttest\",\"datePublished\":\"2023-04-06T10:24:08+00:00\",\"dateModified\":\"2023-04-06T10:24:09+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4569\"},\"wordCount\":3492,\"publisher\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e7bb56a842d02bb40f4663709bf5242d\"},\"image\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4569#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/04\\\/Folie37-300x137.png\",\"articleSection\":[\"Statistikbuch\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4569\",\"url\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4569\",\"name\":\"Vor- und Nachttest - Berliner Gelassenheit\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4569#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4569#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/04\\\/Folie37-300x137.png\",\"datePublished\":\"2023-04-06T10:24:08+00:00\",\"dateModified\":\"2023-04-06T10:24:09+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4569#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4569\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4569#primaryimage\",\"url\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/04\\\/Folie37-300x137.png\",\"contentUrl\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/04\\\/Folie37-300x137.png\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4569#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Vor- und Nachttest\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#website\",\"url\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/\",\"name\":\"Berliner Gelassenheit\",\"description\":\"Heiterkeit und Widerspr\u00fcche\",\"publisher\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e7bb56a842d02bb40f4663709bf5242d\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":[\"Person\",\"Organization\"],\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e7bb56a842d02bb40f4663709bf5242d\",\"name\":\"Bartholom\u00e4us B\u00f6hm\",\"logo\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/image\\\/\"},\"description\":\"Prof. Dr. med. Dr. phil. Bartholom\u00e4us B\u00f6hm LL.M B.A. M.A B.Sc Chirurg, Philosoph, Jurist, Soziologe \u00d6konom, Kulturwissenschaftler\",\"sameAs\":[\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\"],\"url\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/author\\\/barthoberlin-boehm-de\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Vor- und Nachttest - Berliner Gelassenheit","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Vor- und Nachttest - Berliner Gelassenheit","og_url":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569","og_site_name":"Berliner Gelassenheit","article_published_time":"2023-04-06T10:24:08+00:00","article_modified_time":"2023-04-06T10:24:09+00:00","og_image":[{"url":"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Folie37-300x137.png","type":"","width":"","height":""}],"author":"Bartholom\u00e4us B\u00f6hm","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Bartholom\u00e4us B\u00f6hm","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"19\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569#article","isPartOf":{"@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569"},"author":{"name":"Bartholom\u00e4us B\u00f6hm","@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/#\/schema\/person\/e7bb56a842d02bb40f4663709bf5242d"},"headline":"Vor- und Nachttest","datePublished":"2023-04-06T10:24:08+00:00","dateModified":"2023-04-06T10:24:09+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569"},"wordCount":3492,"publisher":{"@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/#\/schema\/person\/e7bb56a842d02bb40f4663709bf5242d"},"image":{"@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Folie37-300x137.png","articleSection":["Statistikbuch"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569","url":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569","name":"Vor- und Nachttest - Berliner Gelassenheit","isPartOf":{"@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569#primaryimage"},"image":{"@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Folie37-300x137.png","datePublished":"2023-04-06T10:24:08+00:00","dateModified":"2023-04-06T10:24:09+00:00","breadcrumb":{"@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569#primaryimage","url":"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Folie37-300x137.png","contentUrl":"http:\/\/berlin-boehm.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Folie37-300x137.png"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4569#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Vor- und Nachttest"}]},{"@type":"WebSite","@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/#website","url":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/","name":"Berliner Gelassenheit","description":"Heiterkeit und Widerspr\u00fcche","publisher":{"@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/#\/schema\/person\/e7bb56a842d02bb40f4663709bf5242d"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":["Person","Organization"],"@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/#\/schema\/person\/e7bb56a842d02bb40f4663709bf5242d","name":"Bartholom\u00e4us B\u00f6hm","logo":{"@id":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/#\/schema\/person\/image\/"},"description":"Prof. Dr. med. Dr. phil. Bartholom\u00e4us B\u00f6hm LL.M B.A. M.A B.Sc Chirurg, Philosoph, Jurist, Soziologe \u00d6konom, Kulturwissenschaftler","sameAs":["http:\/\/berlin-boehm.de"],"url":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/author\/barthoberlin-boehm-de"}]}},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4569","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4569"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4569\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4573,"href":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4569\/revisions\/4573"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}