{"id":4120,"date":"2023-04-04T17:11:14","date_gmt":"2023-04-04T15:11:14","guid":{"rendered":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/?p=4120"},"modified":"2023-04-04T17:11:16","modified_gmt":"2023-04-04T15:11:16","slug":"pankreaskarzinom","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4120","title":{"rendered":"Pankreaskarzinom"},"content":{"rendered":"\n<style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-av_one_full-7acc1372e522d1472d3487e02738ae1c\">\n.flex_column.av-av_one_full-7acc1372e522d1472d3487e02738ae1c{\nbackground-color:#22689e;\n}\n<\/style>\n<div  class='flex_column av-av_one_full-7acc1372e522d1472d3487e02738ae1c av_one_full  avia-builder-el-0  el_before_av_hr  avia-builder-el-first  first flex_column_div  '     ><style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-lg2eccb0-fc1f5b43371f1adbcdfbd90063c88a88\">\n#top .av-special-heading.av-lg2eccb0-fc1f5b43371f1adbcdfbd90063c88a88{\nmargin:20px 20px 20px 20px;\npadding-bottom:0;\ncolor:#ffffff;\n}\nbody .av-special-heading.av-lg2eccb0-fc1f5b43371f1adbcdfbd90063c88a88 .av-special-heading-tag .heading-char{\nfont-size:25px;\n}\n#top #wrap_all .av-special-heading.av-lg2eccb0-fc1f5b43371f1adbcdfbd90063c88a88 .av-special-heading-tag{\npadding:5px 5px 5px 5px;\n}\n.av-special-heading.av-lg2eccb0-fc1f5b43371f1adbcdfbd90063c88a88 .special-heading-inner-border{\nborder-color:#ffffff;\n}\n.av-special-heading.av-lg2eccb0-fc1f5b43371f1adbcdfbd90063c88a88 .av-subheading{\nfont-size:15px;\n}\n<\/style>\n<div  class='av-special-heading av-lg2eccb0-fc1f5b43371f1adbcdfbd90063c88a88 av-special-heading-h3 custom-color-heading blockquote classic-quote  avia-builder-el-1  avia-builder-el-no-sibling '><h3 class='av-special-heading-tag '  itemprop=\"headline\"  >Pankreaskarzinom<\/h3><div class=\"special-heading-border\"><div class=\"special-heading-inner-border\"><\/div><\/div><\/div><\/div><div  class='hr av-av_hr-91d7ccd583a503147498e120fee2ff9b hr-default  avia-builder-el-2  el_after_av_one_full  el_before_av_textblock '><span class='hr-inner '><span class=\"hr-inner-style\"><\/span><\/span><\/div><\/p>\n<section  class='av_textblock_section av-lg2ee5dp-ab1fbe12dd02aadb18618e3840dba959 '   itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock'  itemprop=\"text\" ><p>Im Pankreas entstehen sowohl benigne als auch maligne Tumoren, wobei manche von ihnen endokrin besonders aktiv sind. Gutartige Tumoren sind relativ selten und chirurgisch selten bedeutungsvoll. Zeigen sie jedoch eine relative Wachstumstendenz, dann werden sie wie maligne Tumoren behandelt. Die meisten b\u00f6sartigen Tumoren sind epithelialen Ursprunges, wobei das exokrine Adenokarzinom am h\u00e4ufigsten (90 %) ist. Es entwickelt sich fast immer aus pr\u00e4malignen Vorstufen des Epithels des Pankreasganges und sehr selten aus zystischen oder azin\u00e4ren Tumoren. Die h\u00e4ufigste Lokalisation ist mit 65% der Pankreaskopf, gefolgt vom Korpus (15 %) und Schwanz (10 %).<\/p>\n<h4 id=\"heading_id_10\">Epidemiologie<\/h4>\n<p>Die j\u00e4hrliche Inzidenz betr\u00e4gt 15\u201320 F\u00e4lle\/100 000 Einwohner. Da fast alle Patienten sterben und ganz wenige (ca. 5 %) dauerhaft \u00fcberleben, entspricht die Pr\u00e4valenz weitgehend der Inzidenz. Der Altersgipfel liegt in der 7. Dekade ohne Geschlechtsunterschied. Das Pankreaskarzinom steht an 5. Stelle der krebsbedingten Todesursachen. Als Risikofaktoren gelten Zigarettenkonsum, exzessiver Alkoholkonsum, \u00dcbergewicht, Diabetes mellitus und eine heredit\u00e4re oder chronische Pankreatitis. Ern\u00e4hrungsfaktoren scheinen keinen relevanten Einfluss auszu\u00fcben.<\/p>\n<h4 id=\"heading_id_11\">Klinik<\/h4>\n<p>Kleine Tumoren im Pankreas bleiben asymptomatisch, au\u00dfer endokrin aktiven Tumoren. Mit zunehmender Infiltration klagen die Patienten \u00fcber unspezifische Beschwerden. In seltenen F\u00e4llen ist eine Galleabflussst\u00f6rung hinweisend, wenn ein periampull\u00e4rer Tumor oder Pankreaskopftumor den Ductus choledochus komprimiert. Diese Tumoren werden dann h\u00e4ufig fr\u00fcher erkannt als andere Pankreastumoren. Symptomatische Tumoren sind h\u00e4ufig fortgeschritten, wobei sie Gewichtsverlust, Schmerzen und Ikterus hervorrufen. Neuaufgetretene Oberbauch- oder R\u00fcckenschmerzen sind bei \u00e4lteren Patienten sehr verd\u00e4chtig.<\/p>\n<h4 id=\"heading_id_12\">Diagnostik<\/h4>\n<p>Die Erstdiagnose wird aufgrund einer Sonographie vermutet oder durch ein CT gestellt. Mit einem Spiral-CT werden die Ausdehnung des Tumors und die Infiltration in andere Organe sowie in begleitende Gef\u00e4\u00dfe \u00fcberpr\u00fcft, denn sie legen das weitere Vorgehen fest. Als Routineuntersuchung ist die ERCP beim Pankreaskarzinom nicht hilfreich. Auch zytologische Untersuchungen aus dem Gallengang sind zu wenig sensitiv. Als Alternative zum CT bietet sich beim Pankreastumor ohne manifesten Ikterus die MRT einschlie\u00dflich MRCP an. Mit dieser Untersuchung wird der Ductus choledochus und Ductus pancreaticus, die Tumorausdehnung, Metastasierung und Infiltration in die Gef\u00e4\u00dfe beurteilt. Vergr\u00f6\u00dferte Lymphknoten, eine Peritonealkarzinose oder Lebermetastasen sind immer Hinweise f\u00fcr ein fortgeschrittenes Leiden. Inwieweit eine Endosonographie wertvolle zus\u00e4tzliche Resultate liefern kann, h\u00e4ngt vom generellen Vorgehen innerhalb der Klinik ab. Bei einem Pankreaskopftumor sollte eine ERCP nur erwogen werden, wenn eine Choledocholithiasis nicht ausgeschlossen werden kann oder wenn zugleich ein Ikterus vorliegt, denn m\u00f6glicherweise l\u00e4sst sich die Stenose mit einem Stent passieren und der Galleabfluss wieder herstellen. Ist ein Tumor resektabel, dann ist es besser, auf den Stent im Gallengang zu verzichten und den Tumor schnell zu resezieren. Ohne Stent treten weniger septische Komplikationen auf.<\/p>\n<h4 id=\"heading_id_13\">Ikterus<\/h4>\n<p>Besteht pr\u00e4operativ eine Cholestase, dann sollte bei einem resektablen Befund kurzfristig operiert werden. Eine Stenteinlage ist nur erforderlich, wenn eine Cholangitis vorliegt oder der Tumor nicht resektabel ist. Da die Stenteinlage zu Infektionen f\u00fchrt und die postoperative Morbidit\u00e4t erh\u00f6ht, sollte sie sorgf\u00e4ltig \u00fcberlegt werden.<\/p>\n<h4 id=\"heading_id_14\">Histologische Sicherung<\/h4>\n<p>Die absolute Notwendigkeit einer pr\u00e4operativen histologischen Sicherung des Malignoms wird kritisch diskutiert. Sie hat fast keinen Einfluss auf die Operationsindikation als solche, denn sie ist mit der Diagnose eines resektablen Pankreastumors unklarer Dignit\u00e4t bereits gegeben. Selbst wenn eine perkutane oder intraoperative Biopsie entnommen wurde, ist sie nur bei eindeutigem Nachweis eines Malignoms hilfreich und best\u00e4tigt dann die Operationsindikation. Zeigt sich im Punktat dagegen kein Malignom, dann ist ebenfalls die Operationsindikation gegeben, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass das vorhandene Malignom nicht punktiert wurde. Solange der Verdacht auf ein Karzinom nicht ausger\u00e4umt ist und der Tumor resektabel erscheint, wird die Resektion angestrebt. Auch eine endosonographische Punktion ist dann nicht hilfreich. Es gibt kein eindeutiges und verl\u00e4ssliches makroskopisches Kriterium, um intraoperativ einen entz\u00fcndlichen von einem malignen Tumor zu entscheiden. Die Unsicherheit wird erst endg\u00fcltig bei der sorgf\u00e4ltigen histologischen Pr\u00e4paration beseitigt \u2013 dann ist der Patient aber bereits operiert.<\/p>\n<h4 id=\"heading_id_15\">TNM-Stadien der Pankreaskarzinome<\/h4>\n<p>Das T-Stadium entspricht der Tiefenausdehnung des Tumors.<\/p>\n<table class=\"bas\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>T1-Stadium<\/td>\n<td>Tumor ist aufs Pankreas begrenzt (&lt; 2cm)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>T2-Stadium<\/td>\n<td>Tumor ist aufs Pankreas begrenzt (&gt; 2cm)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>T3-Stadium<\/td>\n<td>Infiltration jenseits des\u00a0Pankreas<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>T4-Stadium<\/td>\n<td>Infiltration des Truncus coeliacus, A. mesenterica superior<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Das N-Stadium entspricht der Ausbreitung entlang der Lymphknoten.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>N0-Stadium<\/td>\n<td>Keine Lymphknotenmetastasen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>N1-Stadium<\/td>\n<td>Region\u00e4re\u00a0Lymphknotenmetastasen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Das M-Stadium entspricht der Fernmetastasierung.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>M0-Stadium<\/td>\n<td>Keine Fernmetastasen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>M1-Stadium<\/td>\n<td>Fernmetastasen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Spezielle Gegebenheiten werden in der TNM-Formel durch Suffixe angegeben:<br \/>\nc &#8211; Klinisches Stadium<br \/>\np &#8211; histologisch gesichertes Stadium<br \/>\ny &#8211; Stadium w\u00e4hrend oder nach onkologischer Vorbehandlung<br \/>\nr\u00a0 &#8211; Stadium eines Rezidivtumors<br \/>\nm &#8211; multifokale L\u00e4sionen<\/p>\n<h4 id=\"heading_id_16\">Verdachtsdiagnose<\/h4>\n<p>Wenn keine eindeutige histologische Sicherung vorliegt, muss der Patient \u00fcber diesen Sachverhalt vor der Operation genauestens aufgekl\u00e4rt werden. Immer dann, wenn die Diagnose eines Pankreaskopftumors ohne histologische Sicherung gestellt wird, ergibt sich das geschilderte Problem. Wenn anamnestische Hinweise auf eine stattgehabte Pankreatitis oder chronische Pankreatitis vorliegen und eher ein entz\u00fcndlicher Prozess vermutet wird, dann wird der Befund nach zwei Monaten kontrolliert. Bei Regredienz wird weiter abgewartet und bei Progredienz operiert. Bei unver\u00e4ndertem Krankheitsverlauf bleibt das Dilemma bestehen, denn es ist niemals ausgeschlossen, dass sich in einer Pankreatitis ein maligner Prozess befindet. Bei Pankreaskopfresektionen wegen einer chronischen Pankreatitis finden sich in ungef\u00e4hr 10 % der F\u00e4lle Karzinome. In diesen kritischen F\u00e4llen ist es erforderlich, mit dem Patienten und allen behandelnden \u00c4rzten einen Konsens im weiteren Vorgehen zu erreichen. Im Zweifelsfall wird die Operation empfohlen, um die sowieso relativ ung\u00fcnstige Prognose beim Pankreaskarzinom nicht noch weiter zu verschlechtern.<\/p>\n<h4 id=\"heading_id_17\">Lymphknotenmetastasen<\/h4>\n<p>Da die Tumoren h\u00e4ufig erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert werden, liegen bei fast Zweidritteln der Patienten bereits Lymphknotenmetastasen im peripankreatischen Gewebe bzw. der Station 1 vor. Rasch wird die zweite Station entlang der gro\u00dfen Gef\u00e4\u00dfe befallen.<\/p>\n<h4 id=\"heading_id_18\">Prognose<\/h4>\n<p>Die Prognose h\u00e4ngt zun\u00e4chst davon ab, ob eine Resektion gelingt oder nicht. Ohne Resektion betr\u00e4gt die mediane \u00dcberlebenszeit 3 bis 9 Monate und nach einer Resektion 14-20 Monate. Aufgrund der h\u00e4ufig fortgeschrittenen Tumoren sind nur 20\u201340 % resektabel. Nach einer R0-Resektion steigt das mediane \u00dcberleben auf ca. 20 Monate. Der Wert einer R1\/R2-Resektion ist sehr strittig und wird \u00fcberwiegend als nicht sinnvoll angesehen. Die gesamte 5-Jahres-\u00dcberlebensrate betr\u00e4gt je nach Selektion 10\u201340 % und schwankt in Abh\u00e4ngigkeit vom Tumorstadium. Neben der Resektabilit\u00e4t verschlechtern Lymphknotenmetastasen und eine ven\u00f6se oder perineurale Infiltration die Prognose deutlich. Tumoren im Hals, Korpus und Schwanz sind h\u00e4ufiger irresektabel und haben deshalb eine schlechtere Prognose.<\/p>\n<h4 id=\"heading_id_19\">Lokalisation<\/h4>\n<p>Die Karzinome verteilen sich ungleichm\u00e4\u00dfig auf das Pankreas. Zwei Drittel aller Tumore entstehen im Pankreaskopf und nur ungef\u00e4hr 10 % im Schwanzbereich. Maligne Erkrankungen des Processus uncinatus sind h\u00e4ufig inoperabel, weil der Ursprung der A. mesenterica superior relativ fr\u00fch einbezogen wird. Von besonderer Bedeutung sind die Tumoren im Bereich der periampull\u00e4ren Region. Hierzu z\u00e4hlen Papillen-, Duodenal-, Pankreas- und Choledochuskarzinome, die zu den periampull\u00e4ren Tumoren zusammengefasst werden. Sie haben eine g\u00fcnstigere Prognose als die duktalen Adenokarzinome, weil sie fr\u00fcher diagnostiziert werden.<\/p>\n<h4 id=\"heading_id_20\">TNM-Stadien der periampull\u00e4ren Karzinome<\/h4>\n<p>Das T-Stadium entspricht der Tiefenausdehnung des Tumors.<\/p>\n<table class=\"bas\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>T1-Stadium<\/td>\n<td>Tumor ist aufs Pankreas begrenzt (&lt; 2cm)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>T2-Stadium<\/td>\n<td>Tumor ist aufs Pankreas begrenzt (&gt; 2cm)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>T3-Stadium<\/td>\n<td>Infiltration jenseits des\u00a0Pankreas<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>T4-Stadium<\/td>\n<td>Infiltration des Truncus coeliacus, A. mesenterica superior<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Das N-Stadium entspricht der Ausbreitung entlang der Lymphknoten.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>N0-Stadium<\/td>\n<td>Keine Lymphknotenmetastasen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>N1-Stadium<\/td>\n<td>Region\u00e4re\u00a0Lymphknotenmetastasen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Das M-Stadium entspricht der Fernmetastasierung.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>M0-Stadium<\/td>\n<td>Keine Fernmetastasen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>M1-Stadium<\/td>\n<td>Fernmetastasen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Spezielle Gegebenheiten werden in der TNM-Formel durch Suffixe angegeben:<br \/>\nc &#8211; Klinisches Stadium<br \/>\np &#8211; histologisch gesichertes Stadium<br \/>\ny &#8211; Stadium w\u00e4hrend oder nach onkologischer Vorbehandlung<br \/>\nr\u00a0 &#8211; Stadium eines Rezidivtumors<br \/>\nm &#8211; multifokale L\u00e4sionen<\/p>\n<h4 id=\"heading_id_21\">Operationsindikation<\/h4>\n<p>Wenn histologisch ein Malignom nachgewiesen wurde oder vermutet wird, dann wird die Resektabilit\u00e4t mit den bildgebenden Verfahren \u00fcberpr\u00fcft. Erscheint der Tumor resektabel und liegen keine Fernmetastasen vor, dann wird er reseziert. Als absolute Kontraindikationen gelten nachgewiesene Fernmetastasen, ein Verschluss der gro\u00dfen Arterien (A. hepatica communis, A. mesenterica superior) und der Venen (Pfortader, V. mesenterica superior), eine Infiltration in die Mesenterialwurzel oder das Retroperitoneum. Bei einem Pankreaskopftumor ist der Standardeingriff eine partielle Duodenopankreatektomie, entweder pyloruserhaltend oder mit Antrumresektion (Operation nach Kausch-Whipple). Bei Tumoren im restlichen Pankreas die linksseitige oder subtotale Resektion. Eine Ausdehnung der Resektion \u00fcber die erste Lymphknotenstation hinaus auf die zweite Lymphknotenstation hat die Prognose nicht verbessert. Wenn der Tumor nicht resektabel ist und eine endoskopisch nicht behebbare Choledochusstenose vorliegt, dann wird sowohl eine Choledochojejunostomie als auch eine simultane Gastrojejunostomie empfohlen.<\/p>\n<h4 id=\"heading_id_35\">Adjuvante Therapie<\/h4>\n<p>Die Prognose des Pankreaskarzinoms ist sehr ernst. Nach R0- oder R1-Resektion wird eine adjuvante Chemotherapie empfohlen. Die meisten Tumoren sind zum Diagnosezeitpunkt nicht mehr resektabel oder weisen Fernmetastasen auf. Auch in diesen palliativen Situationen kann eine Chemotherapie oder Strahlenchemotherapie erwogen werden. Ob diese Therapien die Gesamtprognose deutlich verbessern, werden weitere Studien zeigen m\u00fcssen.<\/p>\n<\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"categories":[34],"tags":[],"class_list":["post-4120","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-chirurgie"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Pankreaskarzinom - Berliner Gelassenheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4120\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Pankreaskarzinom - Berliner Gelassenheit\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"http:\/\/berlin-boehm.de\/Kanty\/archive\/4120\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Berliner Gelassenheit\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2023-04-04T15:11:14+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2023-04-04T15:11:16+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Bartholom\u00e4us B\u00f6hm\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Bartholom\u00e4us B\u00f6hm\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"9\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4120#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4120\"},\"author\":{\"name\":\"Bartholom\u00e4us B\u00f6hm\",\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e7bb56a842d02bb40f4663709bf5242d\"},\"headline\":\"Pankreaskarzinom\",\"datePublished\":\"2023-04-04T15:11:14+00:00\",\"dateModified\":\"2023-04-04T15:11:16+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4120\"},\"wordCount\":1933,\"publisher\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e7bb56a842d02bb40f4663709bf5242d\"},\"articleSection\":[\"Chirurgie\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4120\",\"url\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4120\",\"name\":\"Pankreaskarzinom - Berliner Gelassenheit\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2023-04-04T15:11:14+00:00\",\"dateModified\":\"2023-04-04T15:11:16+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4120#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4120\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/archive\\\/4120#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Pankreaskarzinom\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#website\",\"url\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/\",\"name\":\"Berliner Gelassenheit\",\"description\":\"Heiterkeit und Widerspr\u00fcche\",\"publisher\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e7bb56a842d02bb40f4663709bf5242d\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":[\"Person\",\"Organization\"],\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e7bb56a842d02bb40f4663709bf5242d\",\"name\":\"Bartholom\u00e4us B\u00f6hm\",\"logo\":{\"@id\":\"http:\\\/\\\/berlin-boehm.de\\\/Kanty\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/image\\\/\"},\"description\":\"Prof. Dr. med. 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