Flüssigkeitszufuhr

Flüssigkeitsbedarf

Der Flüssigkeitsbedarf beträgt 30–40 ml/kg KG. Ein zusätzlicher Bedarf entsteht durch Schwitzen (ca. 10–25 %), bei Fieber (10 ml/kg KG/1 °C), durch Erbrechen oder Diarrhoe.

Flüssigkeitsdefizit

Ein Flüssigkeitsdefizit lässt sich u. a. auch an einem Anstieg des aktuellen Natriumspiegels in mmol/l ablesen, wenn das Körpergewicht (KG) und der Korrekturfaktor von 0,6 berücksichtigt werden:

Wasserdefizit [l] = (1–140/Na+) x 0,6 x KG

Beträgt der aktuelle Natrium-Spiegel z.B. 150 mmol bei einem 70 kg schweren Patienten, dann beträgt der Wassermangel ungefähr 2,5 l. Der Wassermangel wird durch isotonische Glucoselösungen ausgeglichen. Dazu werden zunächst 500 ml/Std infundiert, bis die Hälfte substituiert wurde. Die Infusionsgeschwindigkeit wird dann reduziert, um keine Volumenbelastung hervorzurufen.

Natriumdefizit

Bei manchen Patienten tritt ein Natriumdefizit auf, das sich nach folgender Formel berechnen lässt:

Natriumdefizit [mmol] = (140–Na+) x 0,6 x KG

Bei einer Natriumkonzentration von 120 mmol/l beträgt das Defizit bei einem 70-kg-Patienten 840 mmol. Es sollte unbedingt langsam ausgeglichen werden. Häufig handelt es sich tatsächlich nur um einen Wassermangel, so dass die Zufuhr von physiologischer Kochsalzlösung das Defizit rasch beseitigt.